Bernd P. M. Scholz

Gitarre, Vocals

Equipment

Gibson Les Paul Studio Worn, Epiphone Dot, Fender Stratocaster, Specter Omen Extreme, Takamine EN-10; Katana 100 Amp

Was mag der Typ alles?

  • Lieblingsband: Alter Bridge, Creed
  • Lieblingssolokünstler: Leonard Cohen
  • Bestes, besuchtes Rockkonzert: Papa Roach, Fürth, 2017
  • Lieblingsfilm: Feld der Träume mit Kevin Costner
  • Bester Musikfilm: Rockstar mit Mark Wahlberg
  • Bester Song ever: Maybe Tomorrow, Stereophonics
  • Zweitbester Song ever: Creep, Radiohead
  • Drittbester Song ever: So into you, Atlanta Rhythm Section
  • Bestes Musikalbum ever (LP/CD): The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars, David Bowie
  • Weitere drei CDs für die Insel: Alter Bridge - ABIII, Marilyn Manson - The Pale Emperor, The Gaslight Anthem - The '59 Sound
  • Lieblingsbuch: Base on Balls
  • Musikalisches Motto: "Jeder Dummkopf findet einen noch Dümmeren, der ihn bewundert!"

Bernd Scholz über sich

Mein erstes eigenes Lied schrieb ich mit 14, mit englischem Text, man sollte ja nicht verstehen, was ich da sang. Ein Jahr später führte mich ein Freund in die Musik von Leonard Cohen ein, die mein musikalisches Wirken prägen sollte. Cohen, kanadischer Songwriter und Poet, war für mich Idol und ich spürte, auch ich hatte etwas zu sagen. So begann ich, wie Cohen als junger Künstler begann: Ich schrieb Lyrik und Lieder und glaubte (analog Bob Dylan), dadurch ließe sich die Welt verändern. Es waren nur jugendliche Träume.

Am 15. November 1979 war es dann so weit. Mit einem Grundstock an Gedichten und Liedern konnte ich Leonard Cohen vor und nach seinem Konzert in der Nürnberger Meistersingerhalle gegenübertreten und von meinem Schaffen berichten. Cohen, der noch vor Bob Dylan als größter poetischer Songwriter galt, nahm sich Zeit und ermutigte mich, an meinen Gedichten und Liedern festzuhalten, auch wenn es ein steiniger Weg werden sollte.

Kein halbes Jahr nach Cohens Ratschlag veröffentlichte ich meinen ersten Gedichtband Schöne Aussichten. Der brachte mir den Kontakt zum Fehldruck Verlag, Hannover, ein, der mein Büchlein bundesweit vertrieb. Da die Verlagsinhaber aus der Punkszene kamen und auch Musikkassetten (vor allem Punk) herausbrachten, überraschte es mich, dass sie meine erste Audiokassette Alles beim Alten mit Gedichten und Liedern 1982 veröffentlichten.

Zwischen 1982 und 1988 folgten in meiner Liedermacherphase eine weitere Musikkassette Einfach so, die eine sehr gute Rezension im Fränkischen Tag und im Bayerischen Rundfunk erhielt. Ein Liveinterview im Lokalsender Fun Boy Radio Bamberg folgte, in dem auch zwei Lieder der Audiokassette gespielt wurden.

Mit Klaus Stürzenberger vom Bayerischen Rundfunk (Sportmoderator der Fußballspiele des 1.FCN und DJ der Musiksendung Pop Club auf B3) gewann ich einen Mentor, der meine künstlerischen Ambitionen unterstützte. In den 1980er Jahren trat ich so als Liedermacher in Cafés, Kneipen und zu privaten Anlässen auf, und spielte auch bei Autorenlesungen meine Songs.

Noch vor 1990 zog ich mich aus beruflichen und persönlichen Gründen von öffentlichen Auftritten zurück und widmete mich nur noch dem Homerecording. Über 250 Rocksongs entstanden so zwischen 1990 und 2015, aufgenommen mit verschiedenen Mehrspurgeräten. In meiner musikalischen Ausrichtung spielten nach 1990 Liedermacher keine Rolle mehr. Es waren und sind Bands wie The Ataris, Creed, Alter Bridge, Five Finger Death Punch oder Stone Sour, die den Takt angeben.

2015 veröffentlichte ich meine CD Jenseits von selig in einer kleinen Auflage von 100 Stück mit den 17 besten Liedern der Jahre 2010 bis 2015, ohne diese Songs live spielen zu können.

Der Versuch, Musik auch in einer Gruppe zu machen, scheiterte dreimal, immer bereits nach dem ersten Treffen. Es stimmte nie die Chemie. Kurz vor Vollendung des sechzigsten Lebensjahrs kam dann unerwartet wieder der Wunsch auf, die eigenen Lieder vor Zuhörern spielen zu wollen. Es war nur dem Zufall zu verdanken, dass mit einem Arbeitskollegen und meinem Brettspielpartner Uwe aus heiterem Himmel, Jux und Tollerei eine Band entstand: die Riffpiraten. Einen Drummer fanden wir über eine Bamberger Drum-Schule, doch musste der bereits nach drei Monaten aus familiären Gründen das Handtuch werfen. Gut, dass ich Rainers e-mail von seiner Anfrage noch hatte und er Interesse am Mitmachen zeigte.

Durch meine Lieder aus der Homerecording-Zeit konnten wir auf einen soliden Liedergrundstock zurückgreifen, auf solche Lieder, die zu den Riffpiraten passten. Rainer, der Banderfahrene in der Gruppe, sorgt dabei mit den passenden Drums und Tempo für den richtigen Kurs der Piratenschaluppe. Nach zweieinhalb Jahren und einer Bandzäsur war schließlich die Zeit gekommen, gemeinsam neue Songs zu schreiben. Ich lieb dich ist das Paradebeispiel für das, was dabei herauskommen kann. Oder das auf der CD enthaltene Auf Kurs. Für die Zukunft heißt es nun: Es gibt viel zu tun, packen wir es an.

Wo findet man ihn

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